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Montag, 29. Dezember 2014

Metadaten löschen mit MAT




Fotos, wie auch viele andere Dateien und Dokumente, liefern oftmals einige Metadaten. Im Wesentlichen geben Metadaten Antworten, wer, was, wann, wo und warum z.B. ein Dokument verarbeitet wurde.

Für die eigene Verwendung sind manche Informationen sinnvoll. Aber spätestens beim Versenden oder Veröffentlichen von Dokumenten sollte gut überlegt sein, welche Privat- oder Unternehmensinformationen preisgegeben werden sollen!

MAT ist die Abkürzung für Metadata Anonymisation Toolkit. Das Programm kann mit einer grafischen Oberfläche unter Linux ganz leicht bedient werden. Metadaten von Bildern, Office- und PDF-Dokumenten und Audiodateien, können schnell und einfach gelöscht werden.

MAT entfernt nur Metadaten von Dateien. Es werden weder Inhalt, Wasserzeichen oder durch Steganographie verborgene Speicherung von Informationen anonymisiert! Laut Entwickler von MAT kann jedes Format mit Wasserzeichen versehen werden. Darum trotzdem bei der Weitergabe von Dokumenten vorsichtig sein, wenn es sich um sensible Informationen handelt.

Folgende Formate werden von MAT zum Löschen der Metadaten unterstützt:

Format Dateityp
Portable Network Graphics .png
JPEG .jpg ...
OpenDocument .odt
.ods
.odp ...
Office Open XML .docx
.xlsx
.pptx ...
Portable Document Format .pdf
Tape ARchive .tar
.tar.gz
.tar.bz2 ...
ZIP .zip
MPEG AUdio Layer .mp3
.mp2
.mp1
.mpa ...
Ogg Vorbis .ogg ...
FLAC .flac
Bittorrent .torrent



MAT ist ab Ubuntu 12.10 in den offiziellen Paketquellen enthalten. Entweder MAT mit dem Ubuntu Software-Center installieren oder Terminal öffnen. Folgenden Befehl kopieren und mit Rechtsklick & Einfügen ins Terminal, danach Enter:
sudo apt-get install mat


Nach erfolgreicher Installation geht es weiter. Gebe im Dash mat ein und wähle die Anwendung aus.


















Ich empfehle vor dem endgültigen Löschen der Daten eine Kopie von der Datei zu erstellen. Am schnellsten: Datei im Dateimanager markieren und mit der Taste Strg + C und dann Strg + V eine Kopie erstellen. So bleibt das Original unberührt und kann für andere private Zwecke verwendet werden. Denn mit dem Löschen wird z.B. das Datum, wann ein Foto aufgenommen wurde, entfernt.

Falls du dir sicher bist dass du die Metadaten nie mehr brauchst, kannst du dir das mit der Kopie sparen. Bedenke: Einmal gelöscht sind die Metadaten für immer weg!



Um eine Datei hinzuzufügen klicke auf Add, Pluszeichen .













Mit einem Doppelklick die Metadaten von der ausgewählten Datei ansehen.













In diesem Fall handelt es sich um ein Foto.


























1. Markiere die Datei.
2. Danach auf Check.
















1. Unter State steht Verschmutzt. Metadaten sind vorhanden.
2. Klicke auf Clean.















Säubern bedeutet dass alle Metadaten entfernt wurden. Mit einem Klick auf Clear, Minuszeichen, lässt sich die Datei aus der Liste entfernen.














Für das Prüfen ob alle Metadaten gelöscht wurden, einfach nochmal ein Doppelklick auf die Datei. Siehe da: Keine Metadaten gefunden. :-)








Viel Spaß beim Löschen.

Herzlichst

Emanuel

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Dienstag, 23. September 2014

Linux. Be free.

Seit zwei Jahren arbeite ich nur noch mit Linux. Ein Betriebssystem mit dem ich mich frei fühle. Dank der großen Community hat es mir von Anfang an Spaß gemacht Linux zu nutzen. Es war Liebe auf den ersten Blick. Zu Beginn kostet es zwar etwas Einarbeitungszeit, aber durch tolle Handbücher, gut erklärenden Tutorials, einfachen Anleitungen, unterstützenden Foren und sehr guten Linux-Wikis ist alles da was das Herz begehrt.

Mit Linux habe ich mehr Freude als mit Windows:

Kostenloser Download. Linux bietet mehr Sicherheit. Keine Hintertüren in der Software. Einmal installiert und aktualisiert, ist nicht nur das ganze System, sondern auch jedes Programm stets auf dem neusten Stand. Lästige Neustarts sind Schnee von gestern. Programme nicht von irgendwelchen dubiosen Seiten herunterladen, sondern bequem und sicher über den Paketmanager installieren. Vieles lässt sich super an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Sogar alte Hardware lässt sich mit Linux wieder zu neuem Leben erwecken.

Als ich mir Gedanken zu diesem Thema machte, kam mir die Idee mit folgendem Motiv. So muss das aussehen wenn Tux in unseren Computern und Notebooks entspannt seine Freiheit genießt. Wenn ihr leise das Gehäuse öffnet, könnt ihr ihn sehen. ;-)



Linux. Freie Wahl von Distributionen. Freie Wahl von Desktops. Freie Wahl von scheinbar unendlichen Einstellungsmöglichkeiten. Weltweit arbeiten Tausende Menschen zusammen, um freie Software weiter zu bringen. Alleine Debian bietet über 36.000 Paktete. Wie steht es bei Gründe für die Wahl von Debian so schön:

"Wie können Sie es sich leisten, das nicht auszuprobieren?"

In diesem Sinne: Enjoy and have fun!

Herzlichst

Emanuel

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Sonntag, 27. Juli 2014

MediathekView - Installation und Anleitung für Ubuntu

  


"Das Programm MediathekView durchsucht die Online-Mediatheken verschiedener Sender (ARD, ZDF, Arte, 3Sat, SWR, BR, MDR, NDR, WDR, HR, RBB, ORF, SF) und listet die gefundenen Sendungen auf. Die Liste kann mit verschiedenen Filtern nach Beiträgen durchsucht werden. Mit einem Programm eigener Wahl können die Filme angesehen und aufgezeichnet werden. Es lassen sich Abos anlegen und neue Beiträge automatisch herunterladen." Quelle


Installation

Mit dem folgenden Befehl wird MediathekView über das Terminal installiert, sowie drei weitere Programme die zur Wiedergabe und Aufnahme der Sendungen benötigt werden.

Der Befehl funktioniert bei allen auf Ubuntu basierten Distributionen, wie z.B. Ubuntu selbst, Kubuntu, Xubuntu, Lubuntu und Mint.

Kopiere diesen Befehl und füge ihn per Rechtsklick in dein Terminal ein:
sudo apt-get install mediathekview flvstreamer vlc libav-tools

Theoretisch wird auch ffmpeg gebraucht, allerdings gibt es dazu bei ubuntuusers im Wiki eine interessante Info:  

"Ab Ubuntu 11.04 wird das Paket ffmpeg und der gleichnamige Befehl nur noch aus Gründen der Kompatibilität zur Verfügung gestellt. Mit Ubuntu 14.04 ist es endgültig aus den offiziellen Paketquellen entfernt worden. Es ist deshalb angeraten, stattdessen avconv des Libav-Projekts zu nutzen." Quelle

Diese Empfehlung berücksichtige ich bei dieser Anleitung. :-)

Nach dem du MediathekView, flvstreamer, VLC und avconv übers Terminal installiert hast, öffne MediathekView.


Anleitung

Bei "einmal am Tag.." kann der Haken weg.
Bei "vorher anpassen" kann der Haken wieder hin.

Dann "Mit Standardeinstellungen starten".



Bei "Pfad zu ffmpeg auswählen" ist das Feld leer. Aus den oben genannten Gründen. Da bei dem obigen Befehl libav-tools avconv als Alternative zu ffmpeg installiert wurde, wird hier einfach der Pfad manuell eingetragen:

/usr/bin/avconv

Ist der Pfad eingefügt, gehts danach "Weiter".



Übersicht zum erstellten Set. Absegnen mit "Weiter".

 

Alle Filme werden geladen und dargestellt. Oben rechts, bei der Lupe, kannst du nach Filmen, Dokus und Beiträgen suchen. Klickst du auf das dreieckige "Play-Symbol" wird der ausgewählte Film mit dem VLC-Mediaplayer abgespielt.



Möchtest du den Film gerne lokal auf dem Computer speichern, einfach auf den runden roten Kreis klicken.



Danach öffnet sich folgendes Fenster. Zielpfad wird anzeigt, wo die Datei gespeichert wird. Das kann auch geändert werden. Standardmäßig ist der Film in hoher Auflösung markiert. Theoretisch kann hier alles so bleiben wie es ist. Nach "OK" wird der Download gestartet.



Dass der Download im Hintergrund läuft wird unten angezeigt. Beim Wechsel vom Reiter "Filme" zu "Downloads", ist ebenfalls der aktuelle Download zu sehen. Inkl. Fortschritt, Restzeit, Geschwindigkeit und Größe.



Ist der Download fertig, wird der Balken grün angezeigt.



Der Download war erfolgreich, unten auf dem Desktop öffnet sich ein kleines Fenster.



Öffne deinen Dateimanager. Wenn du vor dem Download nicht den Zielpfad geändert hast, wird die Datei im Home-Verzeichnis im Ordner "MediathekView" gespeichert.




 Dort ist ein weiterer Ordner zu finden.



Hier ist die Datei. :-)



Ausführliche Anleitung: MediathekView

Ich wünsche dir viel Freude mit MediathekView.

Herzlichst

Emanuel




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Beim Erstellen meiner Anleitung stellte ich fest, dass im Wiki von ubuntuusers zwar der Befehl für avconv erwähnt wird, allerdings nur einzeln und erst sehr weit unten. Nun habe ich auch meinen Teil zum Wiki beigetragen. Jetzt steht der komplette Befehl im Wiki gleich am Angfang unter dem Punkt Voraussetzungen, wie bei meiner Anleitung. Ich liebe ubuntuusers und das Wiki. Danke an alle die mitmachen!

Sonntag, 13. Juli 2014

Problem mit Passwort nach verschlüsseltem LVM - cryptsetup failed, bad passwort or options?


Ich hatte noch nie Probleme nach einer Installation mit verschlüsseltem LVM. Egal ob Ubuntu, Xubuntu, Kubuntu, Lubuntu, Debian, Fedora oder andere Distributionen.

Erstmals Mint 17 Qiana spielte mir nach der Installation einen Streich:


Nach drei Fehlversuchen kam ich schon ins zweifeln. Wie jetzt? Mein Passwort 123456 oder mausi83 soll falsch sein?

Spaß bei Seite. Mint installiert, der erste Neustart, Passwort eingegeben und dann die Meldung: cryptsetup failed, bad passwort or options?

Nach dem ich mir 100%ig sicher war dass das Passwort stimmt, machte mich auf den Weg das Problem zu lösen.

Folgend ein Bild von der Installation. Hier wird ausgewählt dass das gesamte Betriebssystem mit verschlüsseltem LVM eingerichtet wird. Danach wird die Passphrase eingegeben.



Da lauert auch schon die große Falle: Denn bis zu dem Zeitpunkt wo die Passphrase eingegeben wird, ist die englische Tastaturbelegung eingestellt. Erst danach folgt die Auswahl und die Aktivierung der deutschen Tastaturbelegung!

Spätestens beim Verwenden von Sonderzeichen, wird hier alles auf den Kopf gestellt. Erst die englische, danach die deutsche Tastatur. Nach dem Neustart und der ersten Eingabe der Passphrase kommt die große Überraschung: cryptsetup failed, bad passwort or options?

Da will man sein Betriebssystem verschlüsseln, die Installation ist erfolgreich abgeschlossen und dann sowas.

Genug geärgert. :-) Dass es an der Tastatureinstellung liegt, habe ich bereits verraten. Nun zeige ich wie bei Mint, hier Bilder mit dem Desktop XFCE, die Tastatur vor der Installation richtig eingestellt wird.


Rechtsklick auf dem Desktop. Erstelle eine leere Datei.



Name "New File" kann bleiben. Create.



Es wurde die leere Datei erzeugt und auf dem Desktop abgelegt. Klicke auf "New File".



Jetzt zum Testen mal die komplette zweite Reihe der Tastatur eingeben, also "1" bis zum Sonderzeichen "`". Danach nochmal das gleiche nur mit gedrückter Umschalt-Taste⇧. Zum Schluss die Reihe von "Q" bis "*", alles groß geschrieben.

Das Ergebnis: Englische Tastatur. Was man also vermeintlich bei der Passphrase richtig mit der deutschen Tastaturbelegung eintippt, wird falsch bzw. mit englischer Tastaturbelegung gespeichert. So kommt es zur Meldung: cryptsetup failed, bad passwort or options? 




Jetzt wird es Zeit die Tastaturbelegung zu ändern.

Entweder einfach im Menü im Suchfeld ein "k" eingeben und dann das gleich vorgeschlagene "Keyboard" auswählen.




Oder unter "Settings" dann "Keyboard" auswählen.



Wähle den Reiter "Layout" und entferne das Kreuz bei "Use system defaults".



Bis jetzt ist nur "English US" als Tastaturbelegung eingestellt. Wähle unten links "Add" um die deutsche Tastatur hinzuzufügen.



Wähle "German" und dann "OK".



Damit die englische Tastatur nicht nochmal dazwischen funkt, am besten gleich entfernen. ;-) Wähle "English US" und dann "Delete".



Prima, "English US" ist jetzt da wo der Pfeffer wächst. Nun darf die deutsche Tastatur ihre Arbeit verrichten. Wähle "Close" und ab dafür.



Wer sicher gehen möchte dass es auch wirklich funktioniert: Einfach nochmal in die anfangs erstellte Datei die Zeilen eintippen. Siehe da, nun ist alles so wie es sein soll.




Warum einfach wenn es kompliziert geht. ;D Ich hoffe sehr dass zeitnah dieses Problem behoben wird und die deutsche Tastaturbelegung bereits vor der Passphrase automatisch aktiviert ist.

Jetzt kann mit der eigentlichen selbsterklärenden Installation begonnen werden.

Hattet ihr die gleichen Probleme, vielleicht auch mit anderen Distributionen? Schreibt mir dazu gerne einen Kommentar.

Herzlichst

Emanuel

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Update, 01.11.2014

Speziell für Ubuntu gibt es hier die genaue Beschreibung für die deutsche Tastatur: 


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